|  |  Josef Geier, Leiter des Rechenzentrums der AOK Bayern, über die Vorteile: „Die neue CRM-Applikation löst die Altanwendungen vollständig ab. Unsere Mitarbeiter können Anfragen noch schneller beantworten und mit Hilfe neuer Software-Werkzeuge die Versicherten noch individueller beraten.“
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Die AOK ist weit mehr als eine gesetzliche Krankenversicherung. Als
Gesundheitskasse berät und unterstützt sie die Versicherten bei allen
Aspekten einer gesunden Lebensweise. Für die Kundenbetreuung setzen die
Mitarbeiter der AOK Applikationen ein, die ihnen von neun
Landes-Rechenzentren zur Verfügung gestellt werden. Das größte
Landes-Rechenzentrum ist das Rechenzentrum der AOK Bayern in Bayreuth.
Mit rund 12.000 Mitarbeitern betreut die AOK Bayern über 4,2 Millionen
Versicherte.
Um die gestiegenen Ansprüche für die Kundenbetreuung IT-seitig
zeitgemäß zu unterstützen und die bisherige Standardsoftware IDVS II
(IMS-/CICS-Anwendung) abzulösen, schlossen die AOK-Gemeinschaft und die
SAP AG im Jahr 2000 eine Vereinbarung über die Kooperation bei der
Entwicklung einer Branchenlösung für die gesetzliche
Krankenversicherung. Im Jahr 2002 starteten die IT-Tochtergesellschaft
der AOK, die AOK Systems GmbH und die SAP AG die Entwicklung einer
Standardsoftware für das Customer Relationship Management der
gesetzlichen Krankenversicherungen.
Mehr Performance und Flexibilität
Die klassische Dreiteilung der Software in Datenbank-Server,
Applikationsserver und Front-end stellte nun höhere Anforderungen an
die Performance und Flexibilität. Als Standard für die
Applikationsserver wurde das IBM-Betriebssystem AIX festgelegt.
Die hohe Performance der Power-Prozessoren und die Möglichkeit der
Mikropartitionierung sprachen für den Einsatz von IBM pSeries Servern.
Schließlich wurde ein straffer Zeitplan für den Roll-out der neuen
Software in ganz Deutschland festgelegt.
Die Ausschreibung des Rechenzentrums der AOK in Bayreuth umfasste zwei
IBM p590 Server mit zusammen 64 Prozessoren. Ein System war für das
Produktions-Rechenzentrum und das zweite System für das
Backup-Rechenzentrum vorgesehen. Ende August 2005 lagen zehn
Lösungskonzepte verschiedener Anbieter vor. Neben dem
Preis-Leistungs-Verhältnis waren die Einhaltung des Zeitplans und die
Integration der vorhandenen Systeme die wichtigsten Bewertungskriterien.
Detaillösungen sichern den Zeitplan
Die AOK Bayern entschied sich für die Lösung von COMPAREX, weil sie das
beste Preis-Leistungs-Verhältnis bot, die vorhandenen Systeme auf
elegante Weise einbezog und COMPAREX vor Ort präsent war.
Mit methodischer Kompetenz hatte COMPAREX zudem als einziger Anbieter
Detaillösungen ausgearbeitet, die den besonders engen Zeitplan für die
Realisierung berücksichtigten: Die Server wurden von IBM so weit wie
möglich vorkonfiguriert. Zum Beispiel wurde das Adapter-Placement für
SAN- und Netzwerkanschlüsse bereits im Werk in Montpellier vorgenommen.
IBM lieferte die Server mit einer Höhenreduzierung aus, die den
schnellen und unkomplizierten Transport innerhalb der Gebäude
ermöglichte.
Im September 2005 wurden die Server unter hohem Termindruck parallel im
produktiven und im Backup-Rechenzentrum installiert. „In dieser Zeit
waren wir nicht mehr AOK, IBM oder COMPAREX, sondern ein Team mit einem
gemeinsamen Ziel und einem gemeinsamen Erfolg: Der Roll-out der ersten
Teile der neuen SAP-Software konnte wie geplant nach einer
Installationsphase von nur 20 Tagen beginnen“, freut sich Jörg
Folwarcny, Gruppenleiter Server und Projektleiter bei AOK.

Fit für die nächste Phase des Roll-out
Erste Teile der neuen Anwendung für ca. 2.200 Mitarbeiter der AOK
Bayern werden Mitte 2006 eingeführt. So bleibt genügend Zeit, um
kleinere Anwendungen auf die neue Infrastruktur zu verlagern und
umfangreiche Belastungstests durchzuführen.
Anhand der Sicherungs- und Antwortzeiten wurde bereits sichtbar, dass
die erwartete Performance nicht nur erreicht sondern übertroffen wurde.
Zum Beispiel konnte die Verarbeitungszeit einer unternehmenskritischen
Oracle-Anwendung halbiert werden.
„Wir können on-demand unsere Ressourcen neu einteilen“, beschreibt Jörg
Folwarcny die neu gewonnene Flexibilität. „Die Mikropartitionierung
erlaubt es uns, sehr schnell und präzise auf einen veränderten
Performance-Bedarf zu reagieren.“
Blick in die Zukunft
Als nächsten Schritt plant die AOK Bayreuth, das Workload Management zu
automatisieren. Das Ziel dabei ist, zu jeder Zeit mit möglichst
geringem Aufwand eine möglichst effiziente Ressourcenauslastung sicher
zu stellen.
Sobald der Performance-Bedarf die Prozessorleistung der beiden pSeries
Server ausgeschöpft hat, können weitere Prozessoren nachgerüstet werden
- eine Reserve für weiteres Datenwachstum und zusätzliche Anwendungen.
Da die neue Software unternehmenskritisch ist, hat die AOK Bayern damit
begonnen, mit Hilfe von Systems Automation eine
Hochverfügbarkeitsumgebung zu schaffen. Auch hier ist AOK in einer
Vorreiterrolle für die gesetzlichen Krankenversicherungen und andere
Unternehmen.
Partner seit mehr als 25 Jahren
Vor mehr als 25 Jahren starteten AOK und COMPAREX das erste gemeinsame
Projekt. Viele weitere schlossen sich an, von Performance-Messungen
über Backup-Konzepte bis hin zu Infrastrukturlösungen. Dabei erwies
sich die Partnerschaft mit bedeutenden Herstellern wie IBM immer wieder
als Vorteil. Und: COMPAREX hatte es verstanden, die im
Mainframe-Bereich erworbene Kompetenz auf die Open-Systems-Welt zu
übertragen. Das Ergebnis waren bis ins Detail passgenaue Lösungen zu
attraktiven Konditionen - sorgfältig geplant und termingenau umgesetzt.
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