|  |  Überall in der Welt forschen Wissenschaftler mit dem Ziel, neuartige Medikamente und Therapien zu entwickeln. Die Entschlüsselung des menschlichen Genoms spielt dabei eine besonders wichtige Rolle. In der Abfolge der Bausteine des Genoms sind all die Informationen kodiert, die zur Entfaltung der Bau- und Leistungsmerkmale eines Menschen notwendig sind.
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Im Dienst der Forschung
In den letzten Jahren wurde im Rahmen des internationalen
Humangenomprojektes die Abfolge von 3 Milliarden Basenpaaren in der
menschlichen DNA vollständig identifiziert. Auf der Grundlage dieser
Sequenzierung werden die Wirkungsweise vieler tausend Gene erforscht
und die genetischen Ursprünge häufiger Erkrankungen untersucht.
Das RZPD (Deutsches Ressourcenzentrum für Genomforschung GmbH) in
Berlin und Heidelberg stellt als Dienstleister für
Forschungseinrichtungen in der ganzen Welt die größte Bibliothek
mit noch unbekannten und bereits entschlüsselten genetischen
Informationen zur Verfügung. Um von den 35 Millionen Klonen, die sich
in den Kühltruhen des RZPD befinden, genau denjenigen herauszufinden,
der ein spezielles Gen enthält, können Wissenschaftler „On Demand“ auf
Datenbanken mit biologischen Informationen zugreifen und
High-Performance-Computing-Jobs, etwa Vergleiche bekannter und
veränderter DNA-Sequenzen, ausführen lassen.
Höchste Verfügbarkeit und optimale Auslastung
„Unsere Kunden starten zu jeder Tages- und Nachtzeit Berechnungen oder
Datenbankabfragen. Jeder erwartet, dass jederzeit rasch Ergebnisse
vorliegen“, schildert CIO Dr. Bernd Drescher die Anforderungen an die
IT beim Ressourcenzentrum. Die Verfügbarkeit der Datenbanken und
Rechnerkapazitäten rund um die Uhr sicherzustellen war bisher
schwierig: Bei der Erprobung neuer Berechnungsverfahren für
Gensequenzen kam es in der Vergangenheit immer wieder zu
Systemabstürzen.
„In unserer gewachsenen Infrastruktur konnten wir beste Verfügbarkeit
nur mit hohem Administrationsaufwand gewährleisten. Andererseits lagen
zeitweise Kapazitäten einfach brach“, so Drescher weiter. Gemeinsam mit
COMPAREX entwickelte RZPD das Konzept einer dynamischen
IT-Infrastruktur mit folgenden Zielen:
- Eine flexible Lastverteilung sollte die Verfügbarkeit signifikant erhöhen.
- Die Ressourcen sollten gleichmäßiger genutzt und mehr Jobs parallel und in kürzerer Zeit abgearbeitet werden.
- Eine skalierbare Konfiguration sollte das Aufstocken der Kapazitäten im Bedarfsfall bedeutend vereinfachen.
- Die Administration sollte durch Konsolidierung und intelligente Managementsoftware erleichtert und so die Kosten gesenkt werden.
In drei Schritten zur dynamischen Infrastruktur
In der gewachsenen Infrastruktur waren die Hardware-Systeme bestimmten
Dienstleistungen fest zugewiesen. Um eine dynamische Zuordnung von
Servern zu Anwendungen zu ermöglichen, wurde als erster Schritt eine
völlig neue Namens- und Adresskonvention eingeführt.
Jeder Dienst und jeder Server erhält nun einen Namen sowie eine
IP-Adresse aus dem administrativen Adressraum. Die administrativen
Adressen werden ausschließlich von der Managementsoftware SteelEye
LifeKeeper für die dynamische Lastverteilung verwendet. Mit diesen
Regeln wird die logische Ebene der Anwendungen klar von der
physikalischen Ebene der Hardware-Systeme getrennt.
Im zweiten Schritt entwarfen die Projektmitarbeiter von RZPD und
COMPAREX ein fehlertolerantes Hardwaredesign auf der Basis eines IBM
BladeCenter mit 14 Blades. Die Blades wurden als austauschbare
„Rechenköpfe“ konfiguriert, das heißt ohne interne Plattenspeicher. Für
die Speicheraufgaben wurde ein neues Speicher-Subsystem IBM DS4000 mit
5 TB Kapazität ausgewählt.
Alle Systeme in der dynamischen Infrastruktur booten aus dem SAN. Durch
diese Trennung von Rechner- und Speicherkapazitäten können nun alle
Komponenten modular erweitert und ausgetauscht werden. Die
Datensicherung mit Hilfe einer Library wurde in ein entferntes Gebäude
verlagert, um einen noch besseren Schutz vor Datenverlust zu
gewährleisten.
Vor dem Produktivstart wurden sämtliche Anwendungen in die neue
dynamische Infrastruktur kopiert. Während der Produktionsbetrieb wie
gewohnt weiterlief, testeten die Spezialisten von RZPD und COMPAREX die
neue Konfiguration auf Herz und Nieren.
In Performancetests erwies sich, dass die angestrebte Belastbarkeit
tatsächlich erreicht wurde. Ebenso wurde die korrekte Funktion aller
beteiligten Komponenten bestätigt. Nach diesem dritten Schritt erhielt
die dynamische Infrastruktur zusammen mit der neuen Namens- und
Adresskonvention die Freigabe für den Produktionsbetrieb.
Infrastruktur mit bester Passform
Seit Mai 2005 stellt die dynamische Infrastruktur bei RZPD täglich ihre
Vorteile unter Beweis: „So haben wir uns die optimale Nutzung unserer
IT vorgestellt“, freut sich Dr. Drescher. „Sie passt genau zu den
Anforderungen, die unsere Kunden täglich an uns stellen“.
Aufgrund der flexiblen Lastverteilung sind die Systeme rund um die Uhr
für die Anwender verfügbar. Weder Systemfehler noch geplante oder
ungeplante Wartungsarbeiten unterbrechen den Betrieb. Biologische
Berechnungen können mit geringem Administrationsaufwand in die
betriebsarmen Zeiten - nachts und an Wochenenden - verlegt werden. Alle
Ressourcen sind optimal ausgelastet.
Mit Sicherheit COMPAREX
Seit 2003 besteht eine enge Partnerschaft zwischen RZPD und COMPAREX.
COMPAREX unterstützte RZPD beim Aufbau der dynamischen IT-Infrastruktur
von Anfang an: Von der Idee, über die Konzeptarbeit und detaillierte
Planung bis hin zur Beschaffung der notwendigen Hardware- und
Software-Produkte. Während der Projektphasen Installation,
Konfiguration und Testing waren täglich erfahrene COMPAREX Mitarbeiter
vor Ort. Heute übernimmt COMPAREX Aufgaben in den Bereichen Betrieb,
Wartung und Service. Für das Anschlussprojekt „Datensicherheit“
erarbeiten RZPD und COMPAREX derzeit die Detailplanung
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