Niederlande / KPMG - Optimale Nutzung der IT-Infrastruktur mit SAN-Technologie und Speichervirtualisierung

Für Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaften ist es von entscheidender Bedeutung, dass die Mitarbeiter zeit- und standortunabhängig arbeiten können. KPMG entschied sich daher, die IT-Infrastruktur des Unternehmens so zu modernisieren, dass Mitarbeiter und Kunden jederzeit von jedem erdenklichen Ort auf Geschäftsdaten und andere Informationen zugreifen können. Zur Erfüllung dieser Anforderungen hat Comparex eine Lösung für KPMG entwickelt, die den kombinierten Einsatz eines Speicherbereichsnetzes (SAN) und der Speichervirtualisierung vorsieht. Der große Vorteil dieser Lösung besteht darin, dass die Speicherkapazität jetzt optimal genutzt werden kann, was zu einer drastischen Senkung der Speicherkosten führt.


Durch den kombinierten Einsatz von IBM TotalStorage SAN Volume Controllers (SVCs) und IBM FAStT600-Speichersystemen wurde eine Speicherinfrastruktur aufgebaut, die zwei physisch voneinander getrennte Standorte vernetzt. KPMG kann somit geschäftskritische Produktionsdaten an zwei verschiedenen Standorten speichern. Diese Konfiguration bietet dem Unternehmen also gleichzeitig eine Lösung für die Datenwiederherstellung nach einem Katastrophenfall. Das Virtualisierungskonzept des IBM TotalStorage SAN Volume Controller schafft bei KPMG die Voraussetzungen für ein äußerst flexibles Speichermanagement, das nicht nur die Zuordnung von Speicherkapazität, sondern bei Bedarf auch deren Verlagerung ermöglicht. Das offene Konzept von IBM Total Storage SAN Volume Controller eröffnet KPMG außerdem vielfältige Wahlmöglichkeiten bei einer späteren Erweiterung der Speicherlösung. Speichersysteme von verschiedenen Herstellern und/oder mit unterschiedlicher Leistungsfähigkeit lassen sich in die Umgebung des SAN Volume Controller integrieren und als zentraler Speicherpool verwalten. Dadurch kann KPMG die Speicherumgebung flexibel an das Anwendungsverhalten und den Anwendungstyp anpassen, ohne Ausfallzeiten der verbundenen Server in Kauf nehmen zu müssen.

Mit KPMG verbinden viele Leute die herausragende Architektur der niederländischen Zentrale des Unternehmens in Amstelveen. Weniger bekannt ist ein anderes Gebäude des Unternehmens am gleichen Standort, in dem das Rechenzentrum von KPMG untergebracht ist. Seit geraumer Zeit sind die beiden Standorte durch Glasfaserverbindungen vernetzt, die derzeit auch Dark Fiber-Lichtwellenleiter enthalten. Gelegt wurden die Verbindungen im Rahmen eines Projekts zur Modernisierung der IT-Infrastruktur des Unternehmens. In der neuen Infrastruktur können Mitarbeiter und Kunden von KPMG jederzeit und standortunabhängig auf Geschäftsdaten und andere Informationen zugreifen. Möglich wird dies, weil KPMG auf ein innovatives Konzept zur Speicher- und Servervirtualisierung setzt.

Zeit- und standortunabhängig
„Eine ganze Reihe von Faktoren hat KPMG zur Durchführung dieses Projekts motiviert", erklärt der IT-Verantwortliche und Partner Hans Black. „Während es früher ausreichte, wenn die Daten nach einem Störfall innerhalb von zwei Tagen wieder verfügbar waren, ist ein solcher Zustand heute nicht mehr hinnehmbar. Allein Columbus, ein Informationssystem, das unsere Kunden als remote angebundenes Buchhaltungs- und Portalsystem verwenden, muss ständig verfügbar sein.“

„Wir haben die Situation bis ins Detail analysiert, um unsere IT-Infrastruktur zu stabilisieren. Wir hatten bereits eine Vielzahl von Maßnahmen ergriffen, um gegen technische Störfälle, Brände, Wasserschäden und dergleichen gewappnet zu sein. Uns fehlten aber immer noch Ressourcen, um durch die Verteilung der Daten auf mehrere Standorte die Datenverfügbarkeit deutlich zu verbessern."

Als Problem erwies sich bei KPMG neben der großen Anzahl von Windows-Servern die geringe durchschnittliche Auslastung der Server, die pro System nur zwischen 6 und 7 Prozent betrug. Besonders problematisch war jedoch, dass bis zu 50 Prozent des Plattenspeicherplatzes auf diesen Systemen häufig nicht genutzt wurde. Black wollte diese Situation verbessern. Sein Lösungsvorschlag? Virtualisierung der Server-Farm und der Speicherkapazität. KPMG beauftragte COMPAREX mit der Ausarbeitung eines Entwurfs, der darlegen sollte, wie die Datenverfügbarkeit und die Nutzung der Speicherkapazität durch eine SAN-Lösung verbessert werden kann.

Virtualisierung
Nach Blacks Ansicht handelt es sich bei der Virtualisierung nicht um ein einfaches Konzept. „Was auf den ersten Blick wie ein einfaches Netz zur Verknüpfung von Speichersystemen erscheint, ist konzeptionell etwas ganz anderes. Während in einer traditionellen ICT-Umgebung jeder Server über eine eigene Festplatte - den so genannten Direktzugriffsspeicher (Direct Attached Storage) - zum Speichern von Daten verfügt, ist in einem Speicherbereichsnetz (SAN) die gesamte Speicherkapazität über ein Netzwerk mit dem Server verbunden. In unserem Fall basiert das Netzwerk auf Glasfaserverbindungen. Den Servern ist kein eigener Speicher mehr zugeordnet. Stattdessen speichern die Server Daten über das SAN. Durch die zusätzliche Virtualisierung kann die verfügbare Speicherkapazität den Servern und Anwendungen wunschgemäß zugeordnet werden. Dabei spielt es keine Rolle, über welche physische Kapazität der jeweilige Plattenspeicher verfügt. Es ist auch nicht mehr von Belang, welche Informationen auf welchem Datenträger gespeichert sind, denn die Virtualisierungssoftware protokolliert haargenau, welche Daten sich wo befinden.“

Black zufolge wurde der ursprüngliche Plan zur Anschaffung eines SAN mit zunehmendem Einblick in die Materie zu einem Projekt weiterentwickelt, dessen Ziel es ist, alle Speichersysteme und aufgezeichneten Informationen zentral zu verwalten. Angesichts der zuvor von KPMG definierten Bedingung, dass die Daten den Mitarbeitern und Kunden zeit- und standortunabhängig zur Verfügung stehen müssen, darf es nicht relevant sein, wo diese Daten erstellt werden oder ob sie in den Büros des Unternehmens, am Standort des Kunden, unterwegs oder bei den Mitarbeitern zu Hause benötigt werden.

Drei Phasen
Während der ersten Phase des Projekts wurden die betroffenen Computersysteme konsolidiert. COMPAREX implementierte das Speicherbereichsnetz, dessen Kernkomponenten zwei SAN Volume Controller von IBM bilden. In diesen Zeitraum fiel auch die Verlegung der Glasfaserkabel zwischen den beiden KPMG Standorten in Amstelveen. Die zweite Phase umfasste die Installation einer neuen Backupinfrastruktur. In der dritten und letzten Phase des Projekts wurde eine genaue Kopie aller geschäftskritischen Daten an beiden Standorten gespeichert.

Auf die Frage nach dem Return-on-Investment des Projekts hat Black eine pragmatische Antwort: „Wenn ich lediglich die günstigen Speichersysteme in einer DAS-Umgebung mit dem kostenintensiveren Speicher einer SAN-Lösung vergleiche, rechne ich mit einer Amortisationszeit von fünf bis fünfeinhalb Jahren. Ich bin jedoch der Auffassung, dass die Situation wesentlich komplizierter ist. Wir sehen das SAN als eine Investition in die Datensicherheit im Katastrophenfall. Es stellt somit eigentlich eine Art Versicherungspolice für uns dar. Nun stellt sich allerdings die Frage: Wie soll man den Investitionsertrag einer Versicherungspolice berechnen?“

Zusammenfassung
COMPAREX hat für zwei Rechenzentren eine gemeinsame Speichervirtualisierungsplattform für geschäftskritische Anwendungen eingerichtet. Die Speichervirtualisierung ermöglicht IT-Managern maximale Flexibilität bei der (online erfolgenden) Erweiterung der Speicherlösung und der Änderung der Plattenkapazität. Es wird eine offene, skalierbare Speicherlösung bereitgestellt, in die sich bei Bedarf auch Speicherprodukte anderer Hersteller und/oder anderer Qualitätsstufen integrieren lassen.

Hardware-Plattform
IBM Total Storage SAN Integration Server 2146
Betriebssystem
Windows 2000/2003
DatenbankOracle
Anzahl der Benutzerca. 3000
Implementierungszeitca. 2 months
Partner bei der ImplementierungCOMPAREX




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