Um Kapazitätsengpässe zu überwinden und Daten zwischen unterschiedlichen Standorten zu speichern, hat der Forschungsverbund Berlin (FVB) die Datensicherungsumgebung seiner einzelnen Institute umfassend konsolidiert.
Der FVB ist 1992 aus der früheren Akademie der Wissenschaften hervorgegangen und besteht heute aus acht Instituten, die an verschiedenen Standorten über die Hauptstadt verteilt sind (s. Download). Zwar gibt es für die rund 1.200 Beschäftigten und Wissenschaftler eine gemeinsame Verbundverwaltung, jedoch bestanden auf Seiten der IT nach wie vor institutsspezifische Insellösungen, die wenig Flexibilität boten und einen hohen Administrations-aufwand verursachten.
Innerhalb eines Jahres war das Volumen der zu sichernden Daten von 1,5 auf 5 TB angestiegen, wobei die Institute künftig mit einem jährlichen Datenwachstum um den Faktor 1,5 bis 2 kalkulieren. Bei Integration weiterer Institute sieht die Bedarfsplanung bis 2007 die Sicherung von bis zu 50 TB vor. Auslaufende Software-Lizenzen und ausgelastete Hardware-Kapazitäten nahm man deshalb zum Anlass, ein umfassendes Konsolidierungsprojekt anzugehen: eine zentrale, offene Datensicherungslösung mit der Möglichkeit für ein „Katastrophen“-Backup an einem zweiten Standort.
„Die Aufgabe war komplex, denn die Standorte haben auf Grund ihrer Historie und ihrer unterschiedlichen Anforderungen eine sehr heterogene IT-Umgebung. Wir suchten deshalb eine offene und interoperable Lösung, die die vorhandenen Ressourcen nutzt, die Integration weiterer Institute ermöglicht und mit dem kalkulierten Datenwachstum Schritt halten kann“, erklärt Dr. Thomas-Martin Kruel, EDV-Leiter am Max-Born-Institut für Nichtlineare Optik und Kurzzeitspektroskopie (MBI).
Dabei konnten die Voraussetzungen kaum unterschiedlicher sein. Serverseitig kommen an den Instituten unterschiedliche Betriebssysteme, darunter AIX, HP-UX, Tru64, IRIX, Linux, Netware, Solaris und mehrere Windows-Varianten zum Einsatz. Während am MBI die Datenbestände bereits in einem SAN konsolidiert waren, gab es am Weierstraß-Institut für Angewandte Analysis und Stochastik (WIAS) zwar ein zentrales Backup für die Institutsserver, jedoch noch kein dediziertes Speichernetzwerk. An den übrigen Instituten wurden die Daten dezentral gesichert.
Präsenz vor Ort, fachliche Kompetenz und nicht zuletzt das beste Preis-/Leistungsverhältnis gaben schließlich den Ausschlag: nach gründlicher Prüfung erhielt der Systemintegrator COMPAREX den Zuschlag für das Projekt, das die Implementierung eines SANs am WIAS/Berlin Mitte, den Ausbau der Backup-Kapazität und die Konsolidierung der Software-Plattform vorsah. Das Konzept sah dabei den Standort WIAS/Berlin Mitte für die zentrale Datensicherung der vernetzten Institute vor. Die vorhandene SAN-Infrastruktur am MBI in Berlin Adlerhof sollte für das sog. „Kreuz-Backup“ genutzt werden und eine Kopie aller Daten für den Katastrophenfall vorhalten können.
Download des kompletten White Paper und weiterlesen...